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Mutationen: Neue Varianten von SARS-CoV-2

Mutationen: Neue Varianten von SARS-CoV-2

 

Mutationen sind bei Viren keine Besonderheit, sondern finden kontinuierlich statt. Mutation bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es zu Veränderungen des Erbmaterials des jeweiligen Virus kommt. Diese Veränderungen entstehen vor allem dadurch, dass das Erbgut sich besser an seine Umwelt anpasst. Weltweit wurden bereits mehr als 300.000 solcher Mutationen von SARS-CoV-2 nachgewiesen. Die meisten solcher Mutationen, bleiben ohne schwerwiegende Folgen. In letzter Zeit wurden jedoch mutierte SARS-CoV-2-Viren gefunden, die besorgniserregend sind. Diese Virusvarianten gelten als besonders ernst zu nehmend, da sich ihre Eigenschaften aufgrund der Mutationen so verändert haben, dass beispielsweise eine höhere Ansteckungsgefahr besteht oder sie schwerwiegendere Krankheitssymptome verursachen.

 

 

Doch wie entstehen Mutationen?:

 

Im Gegensatz zu Bakterien können Viren nicht lange eigenständig überleben, sondern benötigen Zellen, in die sie ihre Erbinformationen einschleusen können. Dabei verwenden sie die Funktionen der Zellen, um sich zu vermehren, indem sie ihr Genom kopieren. Bei diesem Vorgang entstehen immer wieder kleine Veränderungen, Mutationen genannt. Viele dieser Mutationen nehmen dem Virus die Fähigkeit zu überleben, beispielsweise, indem sie ihm die Fähigkeit nehmen, in die Wirtszellen einzudringen. Dennoch entstehen hierbei auch Mutationen, die dem Virus sogenannte selektive Vorteile verschaffen: Sie können eventuell nicht so schnell vom Immunsystem abgewehrt werden oder schneller in die Zellen eindringen.

 

Nach aktuellem Kenntnisstand sind zurzeit drei Mutationen relevant:

 

Die erste Variante B.1.1.7 wurde zuerst in Großbritannien entdeckt. Ende 2020 wurde erstmals von der Ausbreitung dieser Variante berichtet. Nach aktuellem Wissensstand ist sie leichter übertragbar als das herkömmliche Virus; d.h. mit der Mutation Infizierte stecken durchschnittlich mehr Menschen an. Die Wirksamkeit der aktuell in Europa zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 scheint gegenüber der Virusvariante B.1.1.7 jedoch nicht vermindert zu sein.

 

Die zweite Virus-Variante B.1.351 wurde Ende 2020 in Südafrika entdeckt. Ebenso wie bei B.1.1.7 wird auch hier von einer höheren Übertragbarkeit ausgegangen. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die bisherigen zugelassenen Impfstoffe weniger gut vor dieser Virusvariante schützen könnten. 

 

Die dritte Variante, genannt P.1, wurde im brasilianischen Staat Amazonas identifiziert und ähnelt der Variante B.1.351. Auch hier ist eine erhöhte Übertragbarkeit denkbar. Es gibt Hinweise darauf, dass möglicherweise Menschen nach einer herkömmlichen SARS-COV-2-Infektion oder einer Impfung auch gegen P.1 weniger gut geschützt sind.

 

 

 

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